Fredeburg im Sauerland. Von dort aus zogen die Wander- händler der Familie Sinn im vergangenen Jahrhundert zu ihren "Touren" los (zeitgenössischer Stich - etwas im Jahr 1840).

SinnLeffers – im Zeichen der Tradition

Der Ursprung der SinnLeffers GmbH reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Angefangen hat die wechselvolle Geschichte der beiden Unternehmen Sinn und Leffers mit dem traditionellen Wanderhandel. Sogenannte ‚Kiepenkerle’ zogen damals mit ihrem Angebot in Körben („Kiepen“) auf dem Rücken von Ort zu Ort und boten ihre Waren an.

 

 

So auch Johannes und Friedrich Sinn, die von Sauerland bis Ruhrgebiet und Rheinland unterwegs waren, um dort ihre Stücke und Kurzwaren zu verkaufen. Bald darauf unternahmen Johannes Sinn und seine Söhne erste Gehversuche im stationären Einzelhandel, als sie ihre Verkäufe auch in den Lagerstätten vornahmen.

 

Die Gebrüder Sinn: Anton Sinn (Dortmund), Franz Sinn (Aachen), Heinrich Sinn (Dortmund, später Krefeld), Friedrich Sinn (Fredeburg), Wilhelm Sinn (Aachen, später Bonn), Andreas Sinn (Köln)

1850 eröffneten sie in Köln eine kleine "Kurz-

warenhandlung en detail Gebr. Sinn", die auch "Strumpf- und Holzwaren" führte. Sie ist der Vorläufer der später folgenden, insgesamt 36 Sinn-Modehäuser. Köln wurde im Laufe der Zeit Sitz der Hauptverwaltung.

 

1894 starteten die Brüder Heinrich und Carl Leffers ihre kaufmännischen Aktivitäten durch die Gründung ihres Textilkaufhauses in Del-

menhorst mit einem Kapital von 3.000 Mark. Ihre damals revolutionäre Geschäftsidee: Feste Preisauszeichnungen anstelle des üblichen Preisaushandelns.

 

Der Barverkauf sicherte die Liquidität des Unternehmens, eine Umtauschmöglichkeit brachte Vertrauen und die scharf kalkulierten Preise ließen Kunden Geschmack an diesem neuartigen Gebaren finden. Nach einigen anfänglichen Hindernissen setzte sich schließlich ihre Idee durch. Aus diesen Ansätzen entstand später die Leffers AG mit insgesamt zehn Modehäusern.

 

In beiden Unternehmen vollzog sich im Laufe der Ge-

schichte ein konsequenter Wandel zum Modehaus für die ganze Familie, mit Bekleidung und Wäsche für Da-

men, Herren und Kinder.

Im Jahr 1900 beteiligten sich die Söhne von Johannes Sinn wesentlich an der Gründung des Einkaufs- und Dienstleistungsverbundes Westdeutsche Handelsge-

sellschaft (WHG) als Einkaufsvereinigung. Über die WHG waren die Firmen als größte Anschlussunter-

nehmen fortan partnerschaftlich verbunden.

 

1997 entstand am 1. Januar durch die Verschmelzung von der Leffers AG mit der Sinn AG eine neue gemein-

same Aktiengesellschaft. Die SinnLeffers AG verfügte damals über 46 Häusern bei einem Umsatzvolumen von rd. 1,7 Mrd. DM und einer Verkaufsfläche von rd. 255.000 qm.

 

Heute hat SinnLeffers im Zusammenhang mit der Fusion und der zentral ausgerichteten Unternehmensstruktur den Geschäftsbetrieb der WHG gepachtet. Die WHG betreut aber weiterhin die übrigen 14 Anschlussunternehmen mit 41 Mode- und Textilhäusern. Ein kontinuierliches Wachstum führte im Laufe der Jahre zu insgesamt 47 Filialen in fast allen Bundesländern. Heute stehen wir unseren Kunden bundesweit mit 24 Filialen zur Verfügung.